Williams Wetsox
Die bluesign Oberlandler

Des is a Sach de oide Blues und die eigene Sprach. So dachte Williams Fändrich als er 1974 mit dem ersten
baierischen Text seinen eigenen Weg fand, nachdem er als Bub schon 1966 Willie Dixon, Otis Rush oder auch Eric Clapton entdeckt hatte und eine Gitarre hermusste.
26 Jahre gibt es jetzt seine Band, die Wetsox. In eigenen Stücken mit bayerischen Texten erzählen sie Geschichten, die das Leben schrieb, aus dem Huglfinger Hinterland eben.
Williams Wetsox spielen den Blues als ob sie
bayerischen Swamps entsprungen wären baierischer Blues als Volksmusik der Tramps und Outlaws.
Williams singt in einer Art verzögertem Sprechgesang wie es nur in Süd-Bayern Tradition haben kann. Eine Spezialität: Bluesige Gstanzl ganz in der Tradition des Kraudn-Sepp, bei denen die Kwetschn, ein Hohner Knopf-Akkordeon, zum Einsatz kommt. (Süddeutsche Zeitung, 10.1.06)
Diese Band ist nicht nur durch und durch echt, sondern im wahrsten Sinne
einmalig.
Wer ahnt schon, dass der Mississippi und die schwülen Sümpfe Louisianas im bayerischen Süden ihre Heimat haben? Wenn Bandleader Williams langsam mit zungenschwerem Boarisch von seiner Einsamkeit erzählt oder vom geschundenen Bauernknecht, so erinnert der
bayerische Dialekt in seiner abgehackten, dumpfen Ursprünglichkeit an das altkreolische Patois. Mit dem erdigen Gesang verwebt sich der wundervoll langsame, dunkle Bluessound der hervorragenden Musiker.
Die Musiker
Williams Fändrich, Gitarre, Gesang, Akkordeon
Groover Krüger, Co-Gitarrist
Marcel Pöhlitz, Kontra-Bass
Thomas Gugger, Schlagzeug